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Martin Doppler im Interview: "Mittlerweile liegen bereits Vorreservierungen bis September vor"

Die NÖTTV-Pressereferentin Mag. Martha Spörck befragte dieses Mal Martin Doppler über die Aktivitäten und die Entwicklung des Breitensportprojektes in der Werner-Schlager-Academy.

Martha Spörck: Du bist seit September Mitglied des WSA-Teams. Berichte bitte über deine bisherigen Erfolge und deinen Werdegang.
Martin Doppler: Meine bisherige Ausbildung und mein Werdegang sehen wie folgt aus: 1989 Abschluss der Bundeshandelsschule, 1990-1998 Heeressport und Nahkampfschule, ab 1999 Ausbildung zum Polizeibeamten, von 2006-2009 Angestellter der Firma Hotwagner. 1996 habe ich den positiven Abschluss des staatlich geprüften Lehrwartes an der BAfL Graz erreicht und meine Trainertätigkeit in Wien begonnen.

Von 1990-2005 war ich Mitglied der Österreichischen Nationalmannschaft und habe an den Europameisterschaften 1992 in Stuttgart und 1994 in Birmingham sowie an den Weltmeisterschaften 1993 in Göteborg teilgenommen. Meine beste Platzierung in der Weltrangliste war um Platz 100. Ich habe die Runde der besten 64 bei den Weltmeisterschaften sowie das Viertelfinale bei den Internationalen Meisterschaften von Belgien erreicht. Dazu kommen zahlreiche Staats- und Landesmeistertitel.

1990 begann meine Bundesligakarriere in Oberndorf, Baden, Stockerau, Waldegg Linz, BTTA Baden und Altstadt Linz. Wir waren erster österreichischer Gewinner im Intercup 1994. Ich war mehrmals Wiener Meister und zweifacher Bronzemedaillengewinner bei den Polizei-Europameisterschaften 2003 in der Mannschaft und im Einzel.

Von 2005-2008 war ich als Nachwuchstrainer in Wien für den TTC HOTIS tätig und spielte aktiv in der niederösterreichischen Landesliga. Von 2008-2010 war ich Cheftrainer des Nachwuchses beim BAC Baden, NÖTTV-Zentrumstrainer Süd sowie Landesmeister in der Landesliga. Seit September 2010 bin ich Nachwuchstrainer beim BAC Baden, SVS NÖ und Mitglied des WSA-Teams.

Martha Spörck: Bitte zähle deine derzeitigen Aufgabengebiete in der Werner Schlager Academy auf.
Martin Doppler: Ich bin Cheftrainer der Tischtennisschule (Entwicklung und Durchführung von Trainingskonzepten, Erstellung von Trainingsplänen, Terminkoordination), Organisator der Turnieraktivitäten, Club WSA-Trainer (Breitensportprojekt) und Verantwortlicher für sämtliche Vorbereitungshandlungen betreffend Veranstaltungen des Club WSA (Turnier, Tages- und Wochenendlehrgänge, wöchentliches Club WSA-Training, Bearbeiter von Kooperationsvereinbarungen mit anderen Vereinen).

Martha Spörck: Unsere niederösterreichischen Hobby- und Breitensportspieler interessieren sich vor allem für die Tischtennisschule und den Club WSA.
Martin Doppler: In meinen Tätigkeitsbereich als Cheftrainer der Tischtennisschule fallen beispielsweise die Erstellung des Trainingsprogramms (abhängig von der Spielstärke der einzelnen Teilnehmer), Organisation des Trainingsablaufes und Zuteilung der einzelnen Paarungen (Spielstärkenabhängig), Balleimertraining zur schnelleren und besseren Umsetzung der zu erlernenden Techniken), Materialberatung (in Kooperation mit GoSports), Vermittlung der Philosophie der WSA-Tischtennisschule (Beinarbeitstechnik, Gewichtsverlagerung, richtige Schlagtechniken) und noch vieles mehr.

Als Club WSA-Trainer findet einmal wöchentlich unter meiner Anleitung das Club WSA-Mitgliedstraining statt. Dabei werden hauptsächlich Meisterschaftsspieler auf die bevorstehenden Aufgaben bzw. Hobbyspieler auf den Meisterschaftsbetrieb vorbereitet.

Als Organisator der Turnieraktivitäten obliegt mir die Erstellung der Ausschreibung, Turnierwerbung, hallentechnische Vorbereitungen, Erstellung der Auslosung, Durchführung des Turnieres (Turnierleiter) und der Ergebnisdienst.

Martha Spörck: Wie hat sich das Breitensportprojekt in Niederösterreich in der WSA entwickelt?
Martin Doppler: Mit dem Eröffnungsturnier am 16. Jänner 2011 begann das Breitensportprojekt des Club WSA zu laufen. An diesem Turnier waren 120 Spieler aus verschiedenen Bundesländern und dem Ausland vertreten. War es am Anfang natürlich reine Neugier, die viele Spieler in die WSA trieb, hat sich dieser Zweig mittlerweile zu einem fixen Bestandteil des Gesamtkonstrukts WSA entwickelt.

Es wurden vier Turniere veranstaltet, bei denen insgesamt 450 Spieler aus zwölf Nationen anwesend waren. Der Höhepunkt war im Juni, wo sich 132 Teilnehmer eingefunden hatten. Durch den Modus der Vorrundengruppen konnte ein breites Feld an Aktiven gewonnen werden, da man in jedem Bewerb mindestens drei Einzelspiele hatte. Das Motto lautet: Je mehr Wettkämpfe, desto schneller und besser ist die Entwicklung jedes einzelnen Spielers.

Das Club WSA-Training wurde erstmals im April eingeführt, wo wir Hobby- und Meisterschaftsspielern die Gelegenheit gaben, unter der Anleitung eines Trainers im Gruppentraining ihr Können zu verbessern. Diese Gelegenheit haben sich rund dreißig Personen nicht entgehen lassen. Im Aktionszeitraum war dies dreimal pro Woche, nach Beginn der Herbstsaison (Anfang September) wurde dies auf einmal pro Woche beschränkt.

Die Tischtennisschule öffnete erstmals im Februar ihre Pforten, bei den angebotenen zwanzig Kursen wurde eine Gesamtteilnehmeranzahl von rund 200 Personen erreicht. Immer beliebter wurden die Wochenendlehrgänge, an denen bis zu 24 Spieler teilgenommen haben. Für Trainingspartner wurde/wird im ausreichenden Maße gesorgt und es war/ist für jede Spielstärke das Passende dabei.

Aber auch für Großvereine wurden passende Vereinbarungen getroffen. So konnten wir Anfang September ASKÖ Honda Dietach mit insgesamt neunzehn Personen begrüßen und auch dementsprechend zufriedenstellen. Mittlerweile liegen bereits Vorreservierungen bis September vor und die Entwicklung spricht für sich.

Der NÖTTV dankt Martin Doppler für das Interview sehr herzlich!

16.01.2012 15:08

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