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Tolle Erfolge für Andreas Vevera beim Tetra Open Cologne 2010


(Andreas Vevera, Thomas Haider, Doris Mader)

Die gesamte Weltelite des TT-Rollstuhlsports in den Behinderungsklassen 1 und 2 gab sich bei den Tetra Open Cologne 2010 ein Stelldichein. Das Rekordteilnehmerfeld von fünfzig Spielern aus fünfzehn Nationen beweist den Stellenwert, den dieses Turnier hat. Zugleich war es für viele auch der letzte Test für die kommenden Weltmeisterschaften im Oktober in Südkorea.

Mit von der Partie war natürlich auch der Paralympicsieger 2008 und die amtierende Nummer 1 der Weltrangliste Andreas Vevera (BSV Weißer Hof). "2006 konnte ich dieses tolle Turnier überraschend gewinnen - das war gleichzeitig der Beginn meiner unglaublichen Karriere. In Köln sind immer mehr und zum Teil auch stärkere Spieler als bei jeder WM oder bei den Paralympics am Start. Hier zu gewinnen ist ein Traum für jeden", so der Niederösterreicher. Mit dabei waren auch Doris Mader (BSV Weißer Hof) - dieses Mal jedoch als Trainerin - und der Nationalcoach Thomas Haider sowie die Spieler Patrick Angelli (BSV Weißer Hof), Hans Ruep (RSC Heindl OÖ) und Betreuer Josef Laposa.

Der Wettkampf begann für die Österreicher recht gut. So belegte Ruep im Offenen Bewerb den vierten Platz und Vevera kam bis ins Viertelfinale. Im Doppelbewerb holte sich dann das österreichische Duo mit einem Sieg über Italien II die Bronzemedaille. Nach klaren 3:0-Siegen gegen Deutschland, Polen, Brasilien und Spanien gab es im Halbfinale des Teambewerbs der Behinderungsklasse 2 eine 1:3-Niederlage gegen die Paralympissieger 2008 aus der Slowakei. Jedoch muss hier erwähnt werden, dass Andreas Vevera trotz stärkerer Behinderung dem Seriensieger Jan Riapos eine bittere Niederlage zufügen konnte. Im Spiel um Platz 3 gewannen die Österreicher gegen Italien I klar mit 3:1 und holten hinter Slowakei und Frankreich eine weitere Bronzemedaille für Österreich.

Am Schlusstag fand der heißumkämpfte Einzelbewerb statt. Hier bewies Titelverteidiger Vevera seine derzeitige Vormachtstellung und zog nach einem klaren Gruppensieg ins Viertelfinale ein, wo er den deutschen Topspieler Walter Kilger mit 3:0 besiegen konnte. "Ich war ziemlich nervös, keine Ahnung wieso, aber ab dem Viertelfinale hatte ich eine schwere Hand und kein Gefühl mehr. Im Halbfinale wartete der Weltmeister Holger Nikelis, der hier natürlich große Unterstützung, aber als Organisator auch irren Stress hatte", so Andreas Vevera. Dieses Halbfinale sollte ein Match auf höchstem Niveau und das spannendste Spiel des Turniers werden. Angeheizt durch die tolle Stimmung in der Halle und dem spannenden Spielverlauf steigerte sich das niederösterreichische TT-Rollstuhlass und zog mit 9:11, 17:15, 11:7 und 16:14 ins Finale ein.

Mit Jean-Francois Ducay, der Nummer 2 der Weltrangliste, stand ihm jedoch jener Spieler gegenüber, der ihm heuer schon zwei bittere Niederlagen zugefügt hatte. Trotz einer 2:1-Satzführung und einem 7:4-Vorsprung im vierten Satz konnte Vevera den Satz und anschließend auch das Match nicht gewinnen. "Ich habe hier eine Silbermedaille gewonnen und nicht Gold verloren. Sicherlich hätte ich gerne meinen Titel verteidigt, aber nach meiner langen Verletzungspause bin ich noch nicht ganz in Form, daher konnte ich am Ende nicht mehr zusetzen. Aber ich sehe, dass ich mich in den letzten Wochen wieder deutlich steigern konnte. Ich habe hier in drei Tagen nur je zwei Einzel- und Doppelspiele verloren und 21 Spiele gewonnen", meinte Andreas Vevera erleichtert nach der Siegerehrung.

Somit waren bei der Siegerehrung die drei Führenden der Weltrangliste auf dem Podest. "Es war ein sehr erfolgreiches Turnier für uns. Hans und Andi haben hervorragend gekämpft, gespielt und einige Medaillen für Österreich gewonnen. Bis zur WM werden wir noch gezielt an einigen Dingen arbeiten. Eine Medaille bei der WM wäre toll für uns. Und Patrick konnte hier einiges lernen, war es doch sein erster internationaler Auftritt", war das abschließende Resümee von den österreichischen Trainern und Betreuern.

30.08.2010 20:56

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