Geirhofer holt den Hattrick bei ASVK-Klubmeisterschaft
Die diesjährigen Tischtennis Klubmeisterschaften des ASV Klosterneuburg waren wohl die am stärksten besetzten Vereinsmeisterschaften seit langer Zeit.
Nicht weniger als acht der besten zehn Spieler des ASVK waren unter den insgesamt 25 Teilnehmern vertreten. Der seit Jahren bewährte Modus welcher zuerst Gruppenmatches und die anschließenden K.O.-Phasen (Allgemeiner Bewerb sowie B-Bewerb) vorsieht, kam auch heuer wieder zur Anwendung.
In der Gruppenphase gab es die ein oder andere Überraschung. Nachdem Alexander M. Swoboda in Gruppe 6 gegen Nachwuchstalent Anton Asamer gewann und damit den Sieg in der Gruppe fixieren konnte, lieferte sich auch Johann Sauermann gegen Michael „Mike“ Hadrian einen Krimi in Gruppe 1. Hadrian konnte sich am Ende hauchdünn in fünf Sätzen durchsetzen und neben der Nummer eins des Turniers, Thomas Geirhofer, den Aufstieg in den K.O.-Bewerb realisieren. Die weiteren gesetzten Spieler hatten keine Probleme und stiegen relativ locker in den Hauptbewerb auf.
Das Achtelfinale des K.O.-Bewerbs war dann nichts für schwache Nerven. So konnte etwa Youngster Jonas Pitour gegen Sebastian Stich einen 0:2 Satzrückstand drehen und am Ende in fünf Sätzen mit sensationellem Tischtennis gewinnen. Im Duell des Jugend-Rekord-Klubmeisters Sebastian Reitinger mit dem neuen und aktuellen Jugendklubmeister Maxi Pucher, setzte sich die Erfahrung und Routine von Reitinger in drei Sätzen durch. Während Fabian Pfrengle mit Michael Hadrian in drei Sätzen wenig Mühe hatte, musste der ASVK-Jugendtrainer Fabrizian Pokorny nun wohl die Wachablöse anerkennen. Pokorny unterlag seinem Schüler Anton Asamer in fünf umkämpften Sätzen und einem bis zum Schluss spannenden Match. Damit ist Asamer erst der zweite ASVK-Nachwuchsspieler (nach Sebastian Reitinger 2025), welcher Pokorny in einem Bewerbsmatch bezwingen konnte.
Im Viertelfinale schienen die Batterien von Anton Asamer jedoch leer zu sein, so musste er sich gegen Fabian Pfrengle glatt mit 0:3 geschlagen geben. Vlad Nemirovsky hatte mit Alexander M. Swoboda ebenso wenig Probleme. Jonas Pitour konnte in der oberen Rasterhälfte Thomas Geirhofer zwar voll fordern, und hatte im ersten Satz bereits eine 8:4 Führung, musste sich aber schließlich 11:9, 11:9 und 11:9 gegen den zweifachen Turniergewinner beugen. Komplettiert wurde das Halbfinale von Sebastian Reitinger welcher in einer hochklassigen Partie gegen Georg Hengl-Weinmayer mit 11:9, 15:13 und 11:8 gewinnen konnte.
Damit standen sich die top gesetzten Spieler im Halbfinale gegenüber. Thomas Geirhofer erwischte dabei gegen seinen Teamkollegen aus der Oberliga, Sebastian Reitinger, den denkbar schlechtesten Start und lag mit 0:2 Sätzen zurück. Der erst 18-Jährige Babenberger schien auf die große Sensation losgehen zu wollen, ehe Geirhofer sein Spiel etwas umstellte und Durchgang drei deutlich mit 11:2 gewann. Der angezählte Titelverteidiger schien wieder mehr zu sich zu finden und konnte mit einem 11:8 im vierten Satz einen Entscheidungssatz erzwingen. Dieser ging schließlich ebenfalls an Geirhofer welcher damit den Angriff des ASVK-Nachwuchses stoppen konnte und ins Finale einzog. Das zweite Semifinale wurde ebenfalls zu einem interessanten Match zwischen zwei Mannschaftskollegen. Fabian Pfrengle behielt dabei in drei Sätzen die Oberhand gegen Vlad Nemirovsky und folgte Geirhofer ins Finale. Dabei zu erwähnen ist, dass sich Pfrengle und Nemirovsky sehr gut kennen und im Training wohl schon „eine Million Mal“ gegeneinander gespielt haben.
Unglaublicherweise zeichnete sich für Thomas Geirhofer im Finale ein ähnliches Bild ab wie in seinem Semifinalspiel. Fabian Pfrengle gewann nämlich die ersten beiden Sätze und hatte praktisch schon eine Hand an der Klubmeister-Trophäe. Doch ab Satz drei schien sich die Partie zu drehen. Während Geirhofer kleine Änderungen an seinem Spiel vornahm, schien sich Pfrengle schon zu sicher über den Titelgewinn zu sein. Damit verlor er den dritten Durchgang 7:11. Auch im vierten Satz gab es ein ähnliches Bild. Denn obwohl Pfrengle wieder versuchte in die Partie zu kommen, schwankte das Momentum immer mehr auf die Seite von Geirhofer. Er gewann den vierten Satz knapp mit 11:9 und hatte in der Entscheidung plötzlich alle vorbereitet. Diesen Schwung konnte er auch im fünften Satz mitnehmen und damit das Match sowie das Turnier gewinnen.
Thomas Geirhofer holte damit den dritten Klubmeistertitel in Folge und drehte im Halbfinale sowie im Finale jeweils einen 0:2 Satzrückstand um. Der letzte ASVK-Spieler dem dieses Kunststück gelang war die bulgarische Legende Nazar Agopyan im Jahr 2014.
Das Spiel um Platz drei zwischen Sebastian Reitinger und Vlad Nemirovsky darf jedenfalls als Kampf bezeichnet werden. Nachdem beide Protagonisten von den harten Turniertag in der hitzigen Halle relativ gezeichnet waren, war es Reitinger der mit der 2:1 Satzführung den besseren Start erwischte. Der Satzgewinn vom „Unterliga-Fixpunkt“ Nemirovsky konnte am Sieg Reitingers nichts mehr ändern und bestätigte nach dem zweiten Platz im Vorjahr den sehr starken dritten Platz heuer.
Der B-Bewerb wurde wie üblich zum K.O.-Bewerb aller Spielerinnen und Spieler welchen den Aufstieg aus der Gruppenphase nicht schaffen konnten. Johannes Böhm hatte mit Johann Sauermann wenig Mühe und zog rasch ins Semifinale gegen seinen Teamkollegen Vladimir Kolmogorov ein. Dieser besiegt den jungen Simon Unger glatt in drei Sätzen. Die anderen Viertelfinals waren für Christoph Lessiak gegen Sonja Reitinger sowie die Damen-Klubmeisterin Afsaneh Shayesteh gegen Christopher „Stoffl“ Peroutka ebenfalls klare Angelegenheiten.
Deutlich knapper verliefen die Semifinalspiele. So musste Lessiak gegen Shayesteh über die volle Distanz gehen um einen 1:2 Satzrückstand zu drehen und damit ins Finale einzuziehen. Das andere Halbfinale konnte Kolmogorov gegen Böhm in einer knappen Viersatzpartie für sich entscheiden. In dieser Tonart ging es von Vladimir Kolmogorov auch im Finale weiter. Er konnte gegen Christoph Lessiak in vier umkämpften Sätzen reüssieren und damit erstmals den B-Bewerb gewinnen. Das Spiel um Platz drei ging in fünf Sätzen an Johannes Böhm welcher gegen die tapfere Afsaneh Shayesteh gewann.
„Es war eine sensationelle Klubmeisterschaft. Ich kann mich ehrlich gesagt nicht zurückerinnern wann wir eine so starke Besetzung bei unserem Vereinsturnier hatten. Dass sich unsere Nachwuchstalente dabei so stark behaupten können ist natürlich ein besonderer Erfolg für uns. Ich möchte mich auch ganz herzlich bei allen die mitgeholfen haben sowie natürlich vor allem bei unserem Buffet-Team bedanken!“ so der zufriedene ASVK-Obmann Fabrizian Pokorny nach der ASVK-Klubmeisterschaft 2026.
Text: ASVK


