Maxi Pucher neuer ASVK Jugendklubmeister
Die diesjährige Klubmeisterschaft der Kinder- und Jugendlichen des ASV Klosterneuburg stand im Zeichen eines Generationenwechsels.
War es doch das erste Vereinsturnier seit vielen Jahren bei dem den Rekordsieger Sebastian Reitinger, aufgrund seines Alters, nicht mehr spielberechtigt war. Dass die Karten völlig neu gemischt werden, stand also schon vor Turnierbeginn fest und sorgte für viele Spekulationen.
Wie jedes Jahr wurde zuerst in Vorrunden Gruppen gespielt um die jeweils ersten beiden Spieler als Aufsteiger in die K.O.-Phase zu ermitteln. Die vier besten Spieler (nach „RC-Punkten“) wurden in der Gruppenphase gesetzt.
Gruppenphase
Wenig Überraschungen gab es im Verlauf der Gruppenmatches. So konnten die gesetzten Spieler überzeugen und durchwegs souverän die Vorrunden meistern. Lediglich in Gruppe 3 gab es eine Überraschung. In der „Hammer-Gruppe“ mit Moritz Lind und Maxi Pucher konnte sich nämlich der 12-Jährige Pucher überraschend klar in drei Sätzen gegen Lind durchsetzen.
Ein Ausrufezeichen setzte allerdings auch Oskar Reiter in Gruppe 1. Reiter konnte einen Tag vor seinem 14. Geburtstag gegen den dreifachen Vize-Klubmeister Asamer mithalten und zumindest einen Satzgewinn verbuchen. Am Ende musste er sich allerdings dem erfahrenem Asamer geschlagen geben.
Viertelfinale
Aufgrund der Auslosung (die Gruppensieger aus der Vorrunde wurden auch im K.O. Bewerb gesetzt) kam es gleich im Viertelfinale zum Wiedersehen zwischen Anton Asamer und Oskar Reiter. Diesmal schien Asamer besser eingestellt zu sein und konnte ohne Satzverlust das Match für sich entscheiden. Eine beherzte zeigte allerdings auch der junge Simon Unger. Er rang dem arrivierten Lucas Menner zumindest einen Satz ab und kann mit der Leistung jedenfalls zufrieden sein. Maxi Pucher ließ im Duell der letzte Acht dem aufstrebenden Georg Bretthauer nicht den Funken einer Chance und gewann klar mit 3:0. Dass das letzte Viertelfinalspiel der beiden Mannschaftskollegen und Freunde zwischen Jonas Pitour und Moritz Lind spannend werden würde, war wenig überraschend. Lind schien endlich im Turnier angekommen zu sein und spielte sich eine 2:1 Satzführung gegen den Titelaspiranten Pitour heraus. Das immer hochklassiger werdende Match ging schließlich in einen fünften Satz. Moritz Lind spielte sich Punkte oftmals gut heraus, hatte aber immer wieder Probleme diese abzuschließen. So konnte Jonas Pitour mit einer kämpferischen Leistung reüssieren und das Halbfinale gegen Maxi Pucher klarmachen.
Halbfinale
Im ersten Semifinale kam es zum gefühlt x-ten Aufeinandertreffen zwischen Anton Asamer und Lucas Menner. Obwohl beide Nachwuchstalente in den letzten Wochen und Monat nicht durch übermäßige Trainingsteilnahmen aufgefallen sind, war es ein durchaus sehenswertes Duell. Asamer behielt dabei die Oberhand und konnte mit 11:9, 11:9 und 11:6 gewinnen und den ersten Finalplatz buchen.
Das zweite Halbfinale war nichts für schwache Nerven. In einer mit Spannung erwarteten Partie traf der junge Maxi Pucher auf den Unterliga-Spieler Jonas Pitour. Pucher gewann Satz eins in der Verlängerung mit 13:11. Die nächsten beiden Sätze gingen jedoch an Jonas Pitour welcher Oberwasser bekam. Mit einer verhältnismäßig unbekümmerten Spielweise stellte Pucher jedoch den Satzausgleich her und rang Jonas Pitour in einem Fünfsatzkrimi nieder. Damit war das Finale zwischen Anton Asamer und Maxi Pucher perfekt.
Spiel um Platz 3
Einen „alten Bekannten“ sah das Spiel um Platz 3 mit Lucas Menner. Dieser spielte gegen den sichtlich geknickten Jonas Pitour um seinen insgesamt vierten Podestplatz als Dritter bei Jugendklubmeisterschaften. Dabei hatte Menner sichtlich leichtes Spiel, so hatte Pitour, außer einigen Zauberbällen für die Galerie, nicht mehr viel entgegenzusetzen und Lucas Menner gewann mit 11:7, 11:2 und 11:6. Lucas Menner stellte damit auch einen kleinen Rekord auf: Denn noch nie wurde ein Jugendlicher vier Jahre in Folge Dritter bei Klubmeisterschaften.
Finale
Im Finale stand für Anton Asamer ebenfalls eine Serie auf dem Spiel. Kann er die Rolle als „ewiger“ Zweiter ablegen und seinen ersten Titel gewinnen? Maxi Pucher hatte jedenfalls etwas dagegen und sicherte sich Satz eins knapp mit 13:11. Satz Nummer zwei ging ebenfalls hart umkämpft an den 12-Jährigen. Besonders das bedingungslose und unbekümmerte Offensivspiel machte Asamer zu schaffen. Pucher bewegte sich auch hervorragend hinter dem Tisch und konnte schließlich den Sack zumachen. Er gewann den Dritten Satz knapp mit 15:13 und kürte sich damit erstmals in seiner noch jungen Laufbahn zum Jugendklubmeister des ASVK. Generell ist Pucher damit, insbesondere seit Einführung dieses Austragungsformats, der jüngste Jugendklubmeister in der Vereinsgeschichte.
„Ich bin jedes Jahr auf’s Neue erstaunt wie sich unsere Nachwuchstalente bei den Klubmeisterschaften präsentieren. Maxi Pucher hat nicht nur die Nachfolge von Basti Reitinger angetreten, sondern mit seinem ersten Titel auch Vereinsgeschichte geschrieben. Es war wirklich beeindruckend mit welcher Lockerheit Maxi an die Sache heranging. Es bleibt abzuwarten ob Asamer oder Menner nächstes Jahr ganz oben stehen werden können.“ so der zufriedene ASVK-Obmann und Jugendtrainer Fabrizian Pokorny.
Text: Fabrizian Pokorny, ASV Klosterneuburg - Tischtennis, Photo Credits: Andreas Pichler 2026


