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"Am Anfang war das Pingpong-Spiel", so muss der Historiker und Chronist seine Geschichte über den Niederösterreichischen Tischtennisverband beginnen, die Geschichte eines der ältesten Fachverbände des Bundeslandes.

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    • Im Jahre 1935 kam es zu einer Aussprache mehrerer Vereinsvertreter im südlichen Niederösterreich, welche die Gründung eines Verbandes planten. Im Raume Baden und Mödling wurde nämlich schon längere Zeit Pingpong gespielt, während Tischtennis als Kampfsport erst durch die Austragung der Weltmeisterschaften im Jahre 1933 in der Stadt Baden aktuell geworden war. Die Initiative für eine Verbandsgründung ist besonders vom späteren ÖTTV-Sekretär Konrad Neidhardt sowie den Herren Kurt Posiles, Rudolf Baumgartner und Dr. Heinz Gerhardt ausgegangen.

    • Unter Mitwirkung des Ehepaares Nitschmann fand schließlich im Herbst 1936 die erste Generalversammlung, bei welcher der praktische Arzt Dr. Heinz Gerhardt zum Präsidenten gewählt wurde, statt. Die folgende Mannschaftsmeisterschaft konnte jedoch bereits im Jahre 1938 durch den Einmarsch der deutschen Truppen nicht mehr beendet werden. Die Sektionen wurden aufgelöst und der spärliche Rest der Aktiven vom NS-Reichssportverband für Leibesübungen verschluckt.

    • Im September 1939 berief Konrad Neidhardt eine Gautagung ein. Fünf Vereinsvertreter kamen und beschlossen auf längere Sicht keine Dauerveranstaltungen durchzuführen. Tischtennisbälle waren Mangelware, Verkehrsbeschränkungen, Verdunkelung, Lebensmittelmarken und der ständige Aderlass an Aktiven und Funktionären zur Wehrmacht - unter solchen Voraussetzungen war an einen geregelten Meisterschaftsbetrieb nicht zu denken. Alle Bewerbe wurden als "Kriegsmeisterschaften" deklariert. Ein erkämpfter Titel war dadurch abgewertet, weil allfällig bessere Konkurrenten nicht teilnehmen konnten. Den Gau- und Kriegsfachwarten wurden fast unbeschränkte Vollmachten eingeräumt und ihnen anheim gestellt, den Sportbetrieb nach Möglichkeit aufrechtzuerhalten. Und der Sport bestand diese schwerste Bewährungsprobe. Es wurde gespielt, manchmal unter abenteuerlichen Bedingungen und absurden Regeln, aber es war für alle Beteiligten stets ein Fest. Zwei angenehme Dinge verdienen festgehalten zu werden: die Sportbürokratie und die NS-Politik traten in den Hintergrund und der vorgeschriebene "Dietwart" war entweder nicht vorhanden oder machte sich gottlob nicht bemerkbar.

    • Der Badener AC wollte ein internationales Turnier veranstalten. Dabei galt es, die Badener Machthaber zu überzeugen, dass Tischtennis kein jüdischer Kaffeehaussport und für eine Kurstadt ein nicht zu unterschätzender Propagandafaktor sei. Nach mühsamen Verhandlungen war es Weihnachten 1939 so weit: der DTTB genehmigte die Abhaltung, der Stadtrat übernahm die Ausfallshaftung, der Bürgermeister lud alle Starter als seine Gäste nach Baden und das Ernährungsamt bewilligte Sonderrationen. Der erste Kriegswinter brachte monatelang sibirische Kälte und meterhohen Schnee. Die für Februar 1940 in Dresden geplanten ersten Kriegsmeisterschaften mussten deshalb abgesagt werden. Dadurch kam Baden zur unerwarteten Ehre, im März in der Badener Trinkhalle im Rahmen eines internationales Turniers auch die ersten Deutschen Kriegsmeisterschaften auszutragen.

    • Ab 1942 begannen die Bombenangriffe und die Verhältnisse wurden für den Sport immer unerträglicher. Trotzdem gelang es immer wieder, Veranstaltungen größeren Ausmaßes durchzuführen. Der Gau Niederdonau konnte in jedem Kriegsjahr seine Meisterschaften abhalten. Das größte Kunststück gelang 1944 mit der gekoppelten Ostmark- und Niederdonau-Meisterschaft in der Badener Trinkhalle. 50 Männer und 26 Frauen aus ganz Österreich - nur die Tiroler fehlten - waren am Start. Eine Stunde Luftalarm am Vormittag brachte den Stundenplan ins Wanken und das gemischte Doppel konnte nicht beendet werden. Sonst aber klappte alles - man konnte auch im vierten Kriegsjahr noch Glück haben. Acht Wochen später landeten die Alliierten in Frankreich und die Russen marschierten unaufhaltsam auf die Grenzen zu. Der totale Krieg, das allerschlimmste Jahr begann. Nun, als es ums nackte Überleben ging, trat Tischtennis erstmals in den Hintergrund.

    • Die Nachkriegszeit brachte den Wiederaufbau des Tischtennissports mit sich. Konrad Neidhardt wurde ÖTTV-Sekretär, Johann Fuchs im Jahre 1950 zum Präsidenten gewählt. Der Meisterschaftsbetrieb wurde in vollem Umfang aufgenommen, zahlreiche Turniere, Cup-Bewerbe und Städtevergleichskämpfe gelangten zur Austragung. Auch im Norden und Westen des Bundeslandes kam es immer häufiger zu Vereinsgründungen. Präsident Fuchs legte seine Funktion nach kurzer Zeit zurück und wurde bis zur Neuwahl von Rudolf Baumgartner vertreten.

    • Nun übernahm ein neuer Mann die Führung des Landesverbandes: Robert Emmerling, ein junger, dynamischer Funktionär, von Beruf Krankenkassenkontrollor, der seine ganze Kraft dem Tischtennissport zu widmen gedachte. Obwohl ihm bereits bewährte Funktionäre wie Norbert Heidner, Alois Trumha, Josef Detzer und Walter Binishofer zur Seite standen, bewältigte er die gesamte Arbeit fast ohne fremde Hilfe. Und diese war nicht gering, bedenke man, dass dem Verband schon über 60 Vereine angehörten und Emmerling auch einige Zeit als Vizepräsident des ÖTTV agierte. Neben der Mannschaftsmeisterschaft und den Cup-Bewerben wurde das alljährliche Saisoneröffnungsturnier in Bad Vöslau ausgetragen. Die Niederösterreichischen Landesmeisterschaften und das traditionelle Horner Weihnachtsturnier (Josef Kindl) erfreuten sich großer Beliebtheit. Die Landesliga hatte bereits beachtliches Niveau erreicht und in Horn reifte ein großes Talent heran - der spätere vielfache Staatsmeister und ÖTTV-Präsident Dr. Rudolf Weinmann.

      Es war dies eine Zeit, in welcher nicht selten das Fahrrad das einzige Transportmittel zu Meisterschaftsspielen war, oft nur ungeheizte Spiellokale zur Verfügung standen und das Beisammensein mit der gegnerischen Mannschaft nach einem Spiel beinahe als Verpflichtung angesehen wurde. Bei den oft endlos langen Turnieren war zur Überbrückung der Wartezeiten die Mitnahme von Spielkarten üblich.

      In diesen Jahren waren Baden, St. Pölten, Amstetten, Wr. Neustadt und Stockerau die Tischtennis-Hochburgen, ergänzt durch St. Veit/Gölsen, wo zahlreiche Turniere stattfanden. Der Badener AC, ältester Verein des Kontinents und österreichischer Mannschafts-Vizemeister, wurde bereits damals von Kurt Posiles gemanagt und verfügte mit Engel, Wagner, Richter, Karall, Trumha und Schöberl über hervorragende Spieler. Union St. Pölten spielte unter der Leitung von Prof. Dr. Dittrich ebenfalls in der Staatsliga und hier kamen Richter, Ing. Wandl, Schmidt, Litvay, Fux und Böck zum Einsatz. Der Allround Wr. Neustadt spielte mit Nagy, Schimik, Jirkovsky und Rohrbeck in der Regionalliga Ost, BTTA war mit Blaha, Mitterstöger und Beyhl immer für Überraschungen gut. In Stockerau gab es gleich zwei Landesligavereine - die Union mit Holzer, Eckhardt und Steindl sowie den ASKÖ mit Weissenböck, Hermanek und Berger. ESV St. Pölten spielte mit König, Krempl und Detzer, ESV Amstetten (Josef Blutsch) mit Zimmermann, Freigassner und Waldhäusl, Union Amstetten mit Geyerhofer, Pendlmayer und Zeilinger, ESV Werke Wörth mit den Brüdern Sonnleitner.

    • Im Jahre 1968 trat Robert Emmerling bei einer turbulenten Generalversammlung in Baden überraschend zurück und wurde zum Ehrenpräsidenten des NÖTTLV bestellt. Nach kurzer Krise, an deren Bewältigung der damalige ÖTTV-Präsident Dr. Kurt Kunodi großen Anteil hatte, wurde mit Bundesbahn-Oberinspektor Norbert Heidner, vorher bereits Vizepräsident, der logische Nachfolger gewählt.

      Mit Norbert Heidner stand ein Funktionär an der Spitze des Verbandes, der stets ausgleichend wirkte und für Zusammenarbeit eintrat. Kurt Posiles, Josef Detzer, Alois Trumha, Kurt Gierer, Erich Sobotka, Igo Wagner und Heribert Körber bildeten den neuen Vorstand. Die Arbeitsbereiche wurden aufgeteilt und die Nachwuchsförderung wurde forciert. Die Einrichtung von Leistungszentren für die Jugend und die Bestellung eines Landestrainers brachten eine wesentliche Unterstützung für die Vereine.

      Unter Norbert Heidner, der mit einer 22-jährigen Amtszeit der bisher am längsten amtierende Präsident des NÖTTLV war, stieg die Anzahl der Mitgliedsvereine auf über 120 an. In dieser Zeit hielt der Verband seine 14-tägigen Sitzungen im Haus des Sports in Wien ab. Das monatliche Rundschreiben wurde durch Gierer und Sobotka fast kostenlos in Stockerau und später durch Martha Wagner in Baden hergestellt. In der Folge wurden Sekretariate in Wien-Floridsdorf, im BSZ Südstadt und zuletzt in der Landessportschule St. Pölten eingerichtet. Es darf dabei nicht unerwähnt bleiben, dass Josef Detzer lange Jahre in seiner Freizeit ehrenamtlich die gesamten niederösterreichischen Wettkämpfe alleine beglaubigt und Tabellen und Ranglisten erstellt hat. Kurt Posiles wurde später durch Josef Blutsch als Vizepräsident abgelöst.

      Der Landesverband trat selbst als Veranstalter auf und war unter anderem Ausrichter der ersten Österreichischen Schülermeisterschaften in St. Pölten. Die Staatsmeisterschaften in Eggenburg und Stockerau, die Österreichischen Jugendmeisterschaften in Korneuburg sowie mehrere A-Turniere runden das Bild ab. In Niederösterreich kamen in dieser Zeit auch Jugendeuropameisterschaften, zweimal im BSZ Südstadt und einmal in Hollabrunn, zur Austragung.

    • In den Folgejahren lösten niederösterreichische Klubs Traditionsvereine wie Alfa Straßenbahn, UKJ Wien und UHK Graz an der österreichischen Spitze ab und prägten eindrucksvoll das Image des Verbandes. Union Stockerau spielte in dieser Zeit mit Holzer, Wagner, Haiderer, Ernst und Hermanek in der Regionalliga Ost, Union Wolkersdorf verstärkte sich durch Hirsch.

      Dieter Naber führte 1974 Traismauer (Weinmann, Rottenberg, Ast und Falkensteiner) zum österreichischen Meistertitel.

      1977 und 1978 dominierte SV Langenlois (Dr. Elmar Menigat) und wurde zweifacher Mannschaftsmeister. Union Sparkasse Stockerau stieg mit Heine, Burian, Ing. Andrysik und Trainer Ing. Pohoralek in die A-Liga auf. Die 14-jährige Regentschaft von Stockerau und Langenlois nahm so ihren Anfang, welche nur 1981 durch Kuchl unterbrochen wurde. In diesen langen Jahren lieferten sich diese beiden niederösterreichischen Vereine immer wieder harte, aber faire Kämpfe um den Herren-Mannschaftsmeistertitel. Langenlois setzte dabei die Spieler Woznica, Skibinski, Spiewok, Klampar, Palmi, Rottenberg, Amplatz, Bauer, Pokorny, Waldhäusl, Pröglhöf und Koller ein. Der Spielkader von Stockerau setzte sich aus Jonyer, Grubba, den Brüdern Fraczyk, Dr. Weinmann, Waldhäusl, Ing. Andrysik, Koller und Bauer zusammen.

      Damals begann auch die Union Wolkersdorf (Dr. Johann Friedschröder und Mangl) aufzurüsten und mischte mit den Spielern Klampar, Gergely, Spiewok, Klaus und Böhm kräftig mit.

      Bei den Damen stachen vor allem die Vereine Drosendorf, Badener AC, Ybbsitz, das mit Maria Reifberger eine Nationalspielerin stellte, und Traiskirchen hervor.

    • Im Jahre 1985 wurde mit Unterstützung des Bundesministeriums für Unterricht und Sport (Ministerialrat Mag. Mader), der Niederösterreichischen Landesregierung (Landeshauptmann-Stellvertreterin Liese Prokop und Hofrat Dr. Wagner) sowie dem Stockerauer Bürgermeister Richentzky das Tischtennis-Leistungszentrum Stockerau ins Leben gerufen. Die Gründungsväter waren der damalige ÖTTV-Präsident Hofrat Dr. Karl Smekal, der auch der erste Obmann des Tischtennis-Leistungszentrums Stockerau wurde, und NÖTTLV-Präsident Norbert Heidner, die gemeinsam mit Mag. Rudolf Sporrer und Kurt Gierer das Projekt betrieben. Von da an war die eigens errichtete Tischtennishalle im Sportzentrum Alte Au die Heimstätte des österreichischen Damen- und Herrenkaders sowie der Heeressport- und Nahkampfschule.

      Wesentlichen Anteil an der positiven Weiterentwicklung von bekannten Spielern wie Petra Fichtinger, Martina Rabl, Michaela Zillner, Sabine Schell, Natascha Streif, Doris Hromatka, Marisa Burg, Kostadin Lengerov, Martin Doppler, Manfred Gsodam, Richard Pöschl, Hans-Peter Strele, Andreas Frank und Ferdinand Schelberger hatte der langjährige Leistungszentrum-Trainer und spätere Herren-Bundestrainer Ferenc Karsai aus Ungarn.

      Die niederösterreichischen Spitzenvereine Stockerau, Langenlois, Wolkersdorf und Oberndorf/Melk errangen zahlreiche Mannschafts-Staatsmeistertitel. Ungezählt sind auch die Staatsmeistertitel in den Einzel- und Doppelbewerben, welche durch niederösterreichische Sportler und Sportlerinnen erkämpft wurden.

    • Norbert Heidner, er war auch Vizepräsident des ÖTTV, Staatsligaobmann, Mitglied der ÖTTV-Handbuchkommission, Mitglied des Sportrates sowie stellvertretender Vorsitzender des Sportfachrates der Niederösterreichischen Landesregierung und Obmann des Tischtennis-Leistungszentrums Stockerau, legte im Jahre 1990 aus Altersgründen seine Funktion zurück. Er übergab den Landesverband wohlgeordnet an seinen Vizepräsidenten, den selbständigen Rechtsanwalt Dr. Gottfried Forsthuber. Durch diesen Wechsel kam ein ehemaliger Staatsligaspieler auf den Präsidentenstuhl.

    • Obwohl die Hektik der Zeit auch den Sport belastete, konnten im Nachwuchsbereich die bisher wohl größten Erfolge erzielt werden. Die Arbeit der Trainer Karsai und Baranowski im Tischtennis-Leistungszentrum Stockerau ermöglichte großartige Siege bei Jugend-Europameisterschaften. Petra Fichtinger holte sich 1991 die Goldmedaille im Doppel und die Silbermedaille im Einzel.

      Zu einem Triumphzug für Österreich wurden die Jugend-Europameisterschaften 1994 in Paris (Frankreich). Kostadin Lengerov wurde Jugend-Europameister im Einzel und gewann zudem Silber im Burschen- und Mixed-Doppel. Mit Kostadin Lengerov, Thorsten Huber und Ferdinand Schelberger waren gleich drei niederösterreichische Sportler an der Erringung der Bronzemedaille in der Mannschaft maßgeblich beteiligt.

    • Der Name des Verbandes wurde im Rahmen der Generalversammlung 1993 auf NÖTTV geändert und mit Dr. Gottfried Forsthuber (Vizepräsident), Kurt Gierer (Sportdirektor-Stellvertreter und Stellvertretender Staatsligaobmann) und Walter Ast (Engerer Jugendausschuss) war der Verband auch in entscheidenden ÖTTV-Gremien vertreten. ÖTTV- und NÖTTV-Ehrenpräsident Norbert Heidner blieb bis zu seinem Ableben im Jahre 1995 für den NÖTTV aktiv tätig.

    • In den Folgejahren dominierte die SG Wolkersdorf/Langenlois bzw. die Union Wolkersdorf mit Ding Yi, Klampar, Amplatz und Lengerov die Herren-Mannschaftsmeisterschaft und spielte als erste niederösterreichische Mannschaft in der Superliga.

      Im Damenbereich war lange Zeit Oberndorf/Melk (Franz Sturmlechner) mit Kocova, Fichtinger und Ast das niederösterreichische Aushängeschild, welches ebenfalls in der Superliga spielte.

      Ding Yi verhalf dem ÖTTV durch seine hervorragenden Leistungen zu großen Erfolgen und war auch 1996 Olympia-Fixstarter in Atlanta (USA).

    • Bereits seit längerer Zeit wuchs in Österreich ein Ausnahmetalent heran: Werner Schlager. Der gebürtige Wr. Neustädter trainierte täglich unter Bundestrainer Ferenc Karsai im Rahmen der Heeressport- und Nahkampfschule im Tischtennis-Leistungszentrum Stockerau und näherte sich unaufhaltsam Richtung Weltspitze. Die Erringung der Bronzemedaille im Einzel bei den Weltmeisterschaften 1999, zweimal Silber bei den Europameisterschaften mit Jindrak im Doppel, viele internationale Turniersiege, Pro-Tour-Erfolge, die Teilnahme an den Olympischen Spielen in Sydney (Australien) sowie weitere Weltklasseleistungen im Einzel und im Herren-Doppel mit seinem Klubkollegen Karl Jindrak waren sichtbare Zeichen dafür, dass Österreich dank dieser Sportler und ihres Trainers wieder eine Tischtennisnation wurde, welche international große Beachtung findet.

      Das österreichische Herren-Nationalteam erreichte in der Folge dreimal das Europaliga-Finale, musste sich aber jedes Mal mit dem 2. Platz zufrieden geben.

    • Union Wolkersdorf und der neu gegründete Verein SVS Niederösterreich bildeten unter dem Namen SG SVS Niederösterreich eine Spielgemeinschaft und setzten damit neue Maßstäbe.

      Die Spielgemeinschaft konnte sich von Beginn an in der neu gegründeten European Champions League, an der damals die acht besten Klubteams Europas teilnahmen, etablieren und belegte in den Jahren 1999 und 2000 sensationell jeweils den 2. Platz. Spieler wie Weltmeister Liu Guoliang, Vizeweltmeister Ma Lin, Werner Schlager, Qian Qianli, Chen Weixing und Kostadin Lengerov kamen bis 2001/2002 bei der SG SVS Niederösterreich in dieser hochkarätig besetzten Nachfolgeliga des früheren Europacupbewerbes der Meister zum Einsatz.

      Die SG SVS Niederösterreich gewann auch regelmäßig die Superliga, den Bewerb zwischen den drei besten Teams aus Ungarn, Tschechien, der Slowakei und Österreich, und wurde natürlich auch mehrfach österreichischer Mannschafts-Staatsmeister der Herren. Selbst bei der Club-Team-WM belegte die SG SVS Niederösterreich den vierten Rang.

      Zahlreiche Staatsmeistertitel im Herren-Einzel, Herren-Doppel und Mixed-Doppel komplettieren den Erfolg und garantierten, dass der NÖTTV vor allem dank seiner überdurchschnittlich engagierten Spieler und Vereine die Langzeitposition als sportlich absolut leistungsstärkster Landestischtennisverband Österreichs behaupten konnte.

      Der SV Schwechat, nach langer Zeit vom Wiener Tischtennisverband ins Heimatland Niederösterreich zurückgekehrt, rüstete auch bei den Damen auf und wurde 2000/2001 mit Popova, Herczig und Zillner zum zweiten Mal Sieger der Damen-Staatsliga A.

      Die Rekordmeister TTC CA Stockerau und UTTC Römerquelle Langenlois sowie die Badener TTA behaupteten sich in der Saison 2001/2002 nach wie vor in der Herren-Staatsliga A, TTV Wr. Neudorf und ATUS Gumpoldskirchen in der Herren-Staatsliga B, SV Schwechat und Union Raiffeisen Oberndorf/Melk spielten in der Damen-Staatsliga A und Langenlois zudem auch in der Damen-Staatsliga B.

      Auch die großen Erfolge im Versehrtensport dürfen nicht vergessen werden, stellvertretend dafür die Olympiasiege und Titel durch Stanislaw Fraczyk bei den Paralympics.

    • Im Juni 1999 kam es im Vorstand des NÖTTV neuerlich zu Veränderungen. Dr. Gottfried Forsthuber legte seine Präsidentenfunktion in Niederösterreich zurück und wurde zum Präsidenten des ÖTTV bestellt. Vizepräsident Kurt Gierer, über 20 Jahre im Dienst der Finanzbehörde, danach selbständiger Unternehmer, leitete auf Drängen seines Vorgängers und führender Funktionäre den Verband interimistisch bis zur außerordentlichen Generalversammlung im Herbst 1999 und wurde bei dieser einstimmig zum neuen Verbandspräsidenten gewählt.

      Der NÖTTV ging nun schrittweise in Richtung Modernisierung. Die Einrichtung einer Internet-Homepage, die Ausstattung der Referenten mit modernsten technischen Hilfsmitteln, eine Neugestaltung des Tischtennis-Magazins, vermehrte Öffentlichkeitsarbeit sowie eine stärkere Positionierung des Verbandes innerhalb des ÖTTV erforderte das Aufbrechen verkrusteter Strukturen und zukunftsorientiertes Handeln. In den regionalen Gruppen des Bundeslandes wurden noch mehr Trainingszentren des Verbandes eingerichtet. Das Tischtennis-Leistungszentrum Stockerau konnte im Jahr 2001 renoviert werden. Das Präsidium und der Beirat des Verbandes passten sich unisono den Neuerungen an.

      Vizepräsident und Verbands-Urgestein Josef Detzer feierte mehr als rüstig seinen 70. Geburtstag. Es ist erwähnenswert, dass er und der nicht wegzudenkende Finanzreferent Alois Trumha bereits seit der Ära des Präsidenten Robert Emmerling im Verband tätig sind. Vizepräsident Josef Kindl verwaltete rührig das Archiv, Helfried Blutsch wurde neuer Vizepräsident des Verbandes sowie Finanzreferent-Stellvertreter des ÖTTV und Walter Ast Sportdirektor des NÖTTV sowie Unterstufenreferent des ÖTTV. Erwin Ulrich betreute als neuer Schriftführer die Internet-Homepage des Verbandes. Franz Sturmlechner kümmerte sich um die Schulen sowie um diese gesonderte Meisterschaft und Dr. Johann Friedschröder leistete seinen Beitrag durch Rechtsbeistand. ÖTTV-Präsident Dr. Gottfried Forsthuber, seit 2002 auch Mitglied des Vorstandes der Österreichischen Bundessportorganisation, unterstützte den NÖTTV als dessen Ehrenpräsidenten.

    • Das Jahr 2002 stand im Zeichen der Europameisterschaften, bei denen Werner Schlager die Bronzemedaille im Einzel errang und nur knapp und unglücklich den Einzug ins Finale verpasste. Der Niederösterreicher belegte dank hervorragender Leistungen im Pro-Tour-Bewerb und bei Internationalen Meisterschaften auch erstmals Rang 4 der Weltrangliste.

      Die SG SVS Niederösterreich zog einmal mehr in das Finale der European Champions League ein und wurde wieder Zweiter dieses höchsten Europäischen Klubbewerbes. Großen Anteil an diesem Erfolg hatte ein sensationell spielender Chen Weixing und auch Kostadin Lengerov steuerte wichtige Siege bei.

      Werner Schlager sicherte sich zusätzlich seinen achten Staatsmeistertitel im Einzel und gemeinsam mit Liu auch Gold im Mixed-Doppel.

      Die SG SVS Niederösterreich wurde zum dritten Mal österreichischer Mannschafts-Staatsmeister der Herren und neuerlich Sieger der Superliga.

      Bei den Niederösterreichischen Landesmeisterschaften dominierten in den Einzelbewerben Kostadin Lengerov und Judit Herczig.

      Das Präsidium des NÖTTV verlieh das Goldene Ehrenzeichen des Verbandes an Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll, an den Amtsführenden Präsidenten des Landesschulrates für Niederösterreich, Hofrat Adolf Stricker, an den Leiter der Sportabteilung der Niederösterreichischen Landesregierung, Hofrat Dr. Ludwig Binder, sowie an Schulreferent Franz Sturmlechner.

    • Die ersten Monate des Jahres 2003 bescherten dem NÖTTV den bislang größten Triumph in seiner Geschichte. Schon bei den Europameisterschaften in Courmayeur (Italien) errang Österreich durch Schlager/Toth im Mixed-Doppel sowie Chen/Chtchetinine im Herren-Doppel zwei Europameistertitel. Weitere Medaillen brachten Chen mit Pavlovich im Mixed-Doppel (Silber) sowie Schlager/Jindrak im Herren-Doppel (Bronze) nach Hause.

      Bei den Einzel-Weltmeisterschaften in Paris (Frankreich) gewann Werner Schlager sensationell das Herren-Einzel und kürte sich nach Richard Bergmann (1937) zum zweiten österreichischen Weltmeister in der Königsdisziplin. Auf seinem Weg ins Endspiel bezwang er den regierenden Weltmeister Wang Liqin (China) sowie den dreifachen Weltmeister und zweifachen Olympiasieger Kong Linghui (China). Im Finale schlug er den Defensivkünstler Joo Se Hyuk (Südkorea).

      Werner Schlager wurde damit automatisch auch die neue Nummer 1 der Weltrangliste. Dieser Riesenerfolg ist vor allem auf die Selbstdisziplin von Schlager bei diesen Meisterschaften sowie auf sein hohes technisches Können zurückzuführen, welches er sich in den letzten Jahren im Training mit Bundestrainer Ferenc Karsai aneignen konnte.

      Weltmeister Werner Schlager wurde bei seiner Ankunft in Wien-Schwechat von ungefähr 350 Fans willkommen geheißen, an der Spitze Sport-Staatssekretär Mag. Karl Schweitzer und Landeshauptmann-Stellvertreterin Liese Prokop sowie hochrangige Vertreter des Bundesheeres. Unzählige Pressekonferenzen und der Empfang in seiner Wohnsitzgemeinde Willendorf rundeten das anfängliche "Nachfolgeprogramm" des Weltmeisters ab.

      Werner Schlager erhielt als erster Sportler Österreichs eine eigene Briefmarke, weitere höchste Ehrungen des Bundes und des Landes Niederösterreich folgten. Die Generalversammlung des NÖTTV ernannte Werner Schlager zum Ehrenmitglied des Verbandes, Bundestrainer Ferenc Karsai erhielt die Ehrennadel des NÖTTV in Gold. Werner Schlager wurde ferner zum "Österreichischer Sportler des Jahres" und Ferenc Karsai zum "Österreichischer Trainer des Jahres" gewählt.

    • Die SG SVS Niederösterreich wurde neuerlich österreichischer Mannschafts-Staatsmeister 2002/2003 bei den Herren sowie Sieger der Superliga. In der European Champions League schied die Spielgemeinschaft erstmals bereits im Semifinale aus. SV Schwechat wurde wieder Mannschafts-Vizemeister bei den Damen.

      Werner Schlager holte sich neuerlich den Einzel-Staatsmeister und mit Karl Jindrak auch Gold im Herren-Doppel. Judit Herczig gewann ihren ersten Damen-Staatsmeistertitel im Einzel.

      Der NÖTTV war 2003 auch Ausrichter der Bundes-Schulmeisterschaften (Schülerliga-Finale) in Amstetten sowie der Österreichischen Juniorenmeisterschaften in Waidhofen/Thaya.

    • Nach all den großartigen Erfolgen begann die Spielsaison 2003/2004 nicht gerade glücklich. Werner Schlager musste wegen einer Verletzung drei Monate pausieren und die SG SVS Niederösterreich konnte in der European Champions League erstmals nicht das Semifinale erreichen. Erst beim Europa Top 12 in Deutschland fand Werner Schlager wieder zu seiner Normalform. Er schlug unter anderem Europameister Samsonov und belegte den 2. Platz - ein gutes Zeichen im Hinblick auf die bevorstehenden Olympischen Spiele im August 2004 in Athen.

      In der Verbandsleitung löste Alexander Garaus Ing. Ernst Handler ab und wurde neuer Meisterschaftsreferent der Gruppe Süd. Den 70er feierte der Beirat Regierungsrat Reinhard Wachmann sen., welcher im Rahmen seiner Geburtstagsfeier aus den Händen von Präsident Gierer die Ehrennadel des Verbandes in Gold erhielt.

    • Bei den Mannschafts-Weltmeisterschaften 2004 in Doha (Qatar) belegten Österreichs Herren den sechsten Platz. Die SG SVS Niederösterreich gewann beide Relegationsspiele und sicherte sich damit auch für 2004/2005 den Verbleib in der European Champions League.

      Die Österreichischen Staatsmeisterschaften 2004 in Vorarlberg bescherten dem NÖTTV vier von fünf möglichen Titeln. Werner Schlager wurde zum zehnten Mal Staatsmeister im Herren-Einzel, gewann mit Karl Jindrak das Herren-Doppel und sicherte sich mit Judit Herczig Gold im Mixed-Doppel. Judit Herczig wurde zum zweiten Mal in Folge Staatsmeisterin im Damen-Einzel.

      SG SVS Niederösterreich errang neuerlich den Staatsmeistertitel im Herren-Mannschaftsbewerb.

      Für die Olympischen Sommerspiele 2004 in Athen (Griechenland) konnten sich Werner Schlager, Chen Weixing und Liu Jia für das Einzel sowie Werner Schlager und Karl Jindrak im Doppel qualifizieren.

      Bei den Niederösterreichischen Landesmeisterschaften in Waidhofen/Thaya holten Kostadin Lengerov und Judit Herczig die Einzeltitel.

      Im Tischtennis-Leistungszentrum Stockerau wurde erstmals ein Deng Yaping U21-Ladies-Camp abgehalten, an welchem sich acht der besten europäischen Spielerinnen beteiligten.

    • Das Jahr 2005 stand ganz im Zeichen der Europameisterschaften in Aarhus (Dänemark). Zum ersten Mal konnte Österreichs Paradedoppel Werner Schlager/Karl Jindrak den Europameistertitel im Herren-Doppel erringen. Liu Jia wurde Europameisterin im Damen-Einzel. Das österreichische Herrenteam mit Werner Schlager, Chen Weixing, Robert Gardos und Kostadin Lengerov verlor das Finale im Mannschaftsbewerb gegen Dänemark denkbar knapp und gewann die Silbermedaille. Die großartigen Erfolge wurden noch durch hervorragende Platzierungen im Mixed-Doppel komplettiert. Chen Weixing/Victoria Pavlovich holten Silber und Werner Schlager/Liu Jia Bronze.

      Bei den Österreichischen Staatsmeisterschaften in Tirol feierte Werner Schlager seinen elften Einzelerfolg und Chen Weixing/Kostadin Lengerov eroberten den Titel im Herren-Doppel.

      Mannschafts-Staatsmeister wurde neuerlich die SG SVS Niederösterreich. Der SV Schwechat belegte Platz 2 im Damenbewerb.

      In der European Champions League kam bei der SG SVS Niederösterreich mehrmals der regierende Olympiasieger Ryu Seung Min zum Einsatz. Der Titel konnte dennoch nicht errungen werden. Niederösterreichs Topverein gewann dafür neuerlich die Superliga und konnte in diesem Jahr auch mit einer zweiten Mannschaft teilnehmen, in welcher die Nachwuchstalente Daniel und Matthias Habesohn sowie Michael Pichler zum Einsatz kamen.

      Bei den Niederösterreichischen Landesmeisterschaften in Waidhofen/Ybbs waren Michael Pichler im Herren-Einzel und Judit Herczig im Damen-Einzel die Titelgewinner.

    • Im März 2006 war der Landesverband anlässlich seines 70-jährigen Bestandsjubiläums einmal mehr der Ausrichter der Österreichischen Staatsmeisterschaften in Stockerau. An der Jubiläumsfeier nahmen hochkarätige Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Sport teil. Präsident Gierer konnte in diesem Rahmen die Ehrennadel in Gold an Weltmeister Werner Schlager, die Europameister Chen Weixing und Karl Jindrak, Jugend-Europameister Kostadin Lengerov, Paralympics-Weltmeister Stanislaw Fraczyk, den vormaligen ÖTTV-Präsidenten Dr. Rudolf Weinmann, Stockeraus langjährigen Sportstadtrat Josef Eder, den Präsidenten des TTC Stockerau Peter Reysen sowie an die Mitglieder der Verbandsleitung Erwin Ulrich und Walter Link überreichen.

      Werner Schlager gewann dabei erneut den Staatsmeistertitel im Herren-Einzel und war gemeinsam mit Chen Weixing auch im Herren-Doppel nicht zu schlagen. Judit Herczig wurde hinter Europameisterin Liu Jia Damen-Vizestaatsmeisterin.

      Bei der Generalversammlung am 19. März 2006 in Wolkersdorf wurde den fast ein Jahr andauernden Zwistigkeiten zwischen Teilen der Verbandsleitung und der Reformgruppe "NÖTTV neu", angeführt von Peter und Bernhard Löwenstein sowie dem Wr. Neudorfer Franz Sellmeister, ein Ende bereitet. Erstmals in der Geschichte des NÖTTV kam es nach einem emotional geführten Wahlkampf zu einer Kampfabstimmung um das höchste Amt im Verband - Präsident Gierer gegen Vizepräsident Blutsch. Der Amstettner Helfried Blutsch, von Beruf Betriebsprüfer, wurde dabei mit großer Mehrheit zum neuen Präsidenten gewählt, an Stelle der alten Verbandsleitungsmitglieder rückten großteils jüngere Funktionäre nach.

      Bei den Bundesmeisterschaften der Schulen in Hall in Tirol konnten die niederösterreichischen Teilnehmer einen historischen Erfolg erreichen. Gleich drei der vier möglichen Unterstufe-Bundesmeistertitel gingen an niederösterreichische Schulen, noch dazu alle aus dem Bezirk Scheibbs (HS Oberndorf, SHS Scheibbs und HS Randegg).

      Im Spitzensportbereich war auch im Jahr 2006 die SG SVS Niederösterreich in Österreich konkurrenzlos. Der blau-gelbe Paradeklub sicherte sich erneut den Titel in der Superliga und gewann zum siebenten Mal in Folge den österreichischen Mannschafts-Staatsmeistertitel. In der European Champions League war dieses Jahr im Semifinale Endstation.

      Mit erfreulichen Erfolgen ließen auch die niederösterreichischen Vertreter bei den Behinderten-Weltmeisterschaften in Montreux (Schweiz) aufhorchen. Andreas Vevera kürte sich im Herren-Einzel (Klasse 1) zum Vizeweltmeister, der Stockerauer Stanislaw Fraczyk holte sich im Herren-Einzel Open die Bronze- und im Herren-Einzel (Klasse 9) die Silbermedaille.

      Die Niederösterreichischen Landesmeisterschaften wurden von den Funktionären des NÖTTV selbst organisiert und in der Landessportschule in St. Pölten durchgeführt. Mario Gruber und Judit Herczig blieben dabei in den Einzelbewerben der Allgemeinen Klasse erfolgreich. Verbandsoldie Josef Detzer wurde im Rahmen der Veranstaltung der Ehrenring des NÖTTV verliehen.

      Ende des Jahres gab der NÖTTV noch seinen Austritt aus dem Tischtennis-Leistungszentrum Stockerau bekannt, da der NÖTTV seit einigen Jahren von dieser Mitgliedschaft nicht mehr profitierte.

      Mit Bedauern war Ende des Jahres das Ableben von Josef Kindl zu vermelden.

    • Nach dem Wechsel in der Verbandsführung blickte die niederösterreichische Tischtennisgemeinde erwartungsvoll den versprochenen Neuerungen entgegen.

      Die neue Verbandshomepage entwickelte sich bereits im ersten Jahr zu einer Informationsplattform, die es möglich machte, fast gänzlich auf gedruckte Schriftstücke verzichten zu können. Ein großer Schritt in die Zukunft wurde vor allem durch die Einführung des von Heinz Strelec entwickelten Ergebnisdienstes gemacht, der von den Mitgliedern gut angenommen wurde. Weitere Aktivitäten wie gemeinsame Einkaufsaktionen oder die erstmalige Herausgabe eines Jahreskalenders mit den Motiven niederösterreichischer Tischtennisspieler kamen ebenfalls gut an.

      Viele richtungsweisenden Änderungen wurden auch im Nachwuchsbereich vollzogen. Das Verbandstraining wurde neu strukturiert, so dass alle Nachwuchshoffnungen zumindest einmal pro Woche in der Nähe ihres Heimatortes unter der Leitung eines Verbandstrainers trainieren können. Ein beinahe überbuchter Übungsleiterkurs gegen Saisonende sorgte für weiteren Nachwuchs in der Trainerszene. Wenn auch die absoluten Spitzenresultate von niederösterreichischen Nachwuchsspielern im Jahr 2007 ausblieben, die enorme Steigerung der Teilnehmerzahlen bei den Nachwuchsturnieren war nicht zu übersehen.

      An der Spitze des österreichischen Tischtennissports gab es auch 2007 keine großen Überraschungen. Die SG SVS Niederösterreich schaffte erneut das Double und gewann die Superliga und das Bundesliga Play-off. In der European Champions League erreichten die Niederösterreicher das Finale, mussten sich dort allerdings der belgischen Startruppe von Royal Villette Charleroi geschlagen geben.

      Bei den Österreichischen Staatsmeisterschaften in Kapfenberg schlug in Abwesenheit von Werner Schlager dessen Mannschaftskollege Chen Weixing zu. Der Austrochinese holte sich nicht nur den Titel im Einzel, sondern gewann mit Kostadin Lengerov auch den Doppelbewerb. Bei den Damen kämpfte sich Judit Herczig bis ins Finale vor, unterlag dort dann allerdings Liu Jia.

      Einmal mehr war es Stanislaw Fraczyk, der für Niederösterreich bei den älteren Semestern die Kastanien aus dem Feuer holte. Bei den Österreichischen Senioren-Meisterschaften holte er insgesamt drei Goldene, bei den Senioren-Europameisterschaften in Rotterdam (Niederlande) krönte er sich mit Reinhard Sorger bei den über 50-Jährigen zum Doppel-Europameister.

      Erfolgreich schnitten auch wieder die niederösterreichischen Vertreter bei den Bundesmeisterschaften der Schulen ab. Sowohl die Mädchen (Verein) der HS Oberndorf als auch die Burschen (Hobby) der SHS Scheibbs konnten ihre Titel verteidigen.

      Präsident Blutsch nahm im Jahr 2007 auch bedeutende Ehrungen vor. So wurde Walter Ast von der Mitgliederversammlung zum Ehrenmitglied ernannt, Alois Trumha für die langjährige Verbandsarbeit der Ehrenring des NÖTTV überreicht und Sitzenberg/Reidlings Sektionsleiter Rudolf Platteter erhielt die Ehrennadel in Gold.

      Der Tischtennisgemeinde für immer Lebewohl sagte Ehrenmitglied Kurt Posiles, der seinerzeit zu den Mitbegründern des NÖTTV zählte.

    • Der SG SVS Niederösterreich gelang zum fünften Mal in zehn Jahren der Einzug ins Finale der European Champions League. Niederösterreichs Elitemannschaft mit Ryu Seung Min, Werner Schlager und Chen Weixing bezwang im ersten Finalspiel in Wolkersdorf die Startruppe von La Villette Charleroi (Vladimir Samsonov, Alexei Smirnov, Jean-Michel Saive) mit 3:0 und war dem Titelgewinn zum Greifen nahe. Im Rückspiel musste nur mehr ein Einzelsieg her, und der gelang Ryu bereits im zweiten Spiel gegen Smirnov. Die Freude der blau-gelben Mannen über den erstmaligen Triumph in der europäischen Königsklasse war riesengroß. Dass das Spiel letztendlich sogar mit einem 3:2-Erfolg endete war schön, wenngleich auch bereits bedeutungslos. Dass die SG SVS Niederösterreich in dieser Saison auch in der Österreichischen Mannschaftsmeisterschaft und der Superliga nicht zu stoppen war, sollte wenig überraschen.

      Werner Schlager war aber auch bei den Europameisterschaften in St. Petersburg (Russland) sehr erfolgreich. In der Mannschaft holte er sich gemeinsam mit Robert Gardos und Chen Weixing die Bronzemedaille, im Einzel sicherte er sich ebenfalls Platz 3 und im Doppel gelang ihm mit seinem niederländischen Partner Trinko Keen sogar der Finaleinzug und schlussendlich der 2. Platz.

      Es war dies aber auch das Jahr des Andreas Vevera. Österreichs Aushängeschild im Rollstuhl-Tischtennissport erfüllte sich bei den Paralympics in Peking (China) mit dem Gewinn der Goldmedaille im Herren-Einzel (Klasse 1) einen Traum. Im Finale konnte er sich dabei gegen Cho Jae-Kwan mit 3:0 durchsetzen und revanchierte sich dadurch für seine Vorrundenniederlage gegen den Koreaner.

      Bei den Österreichischen Meisterschaften im Nachwuchsbereich konnten die niederösterreichischen Spieler insgesamt dreizehn Medaillen holen, im Seniorenbereich gelangen acht Podestplatzierungen und bei den Staatsmeisterschaften der Allgemeinen Klasse gingen vier Medaillen nach Niederösterreich.

      Im Schulsport demonstrierten die niederösterreichischen Vertreter einmal mehr ihre Vormachtstellung in Österreich. Gleich drei der vier möglichen Goldmedaillen sicherten sich die blau-gelben Schulteams bei den Unterstufen-Bundesmeisterschaften in Strebersdorf - die HS Persenbeug bei den Mädchen (Verein), die HS St. Peter/Au bei den Burschen (Hobby) und die SHS Matzen-Raggendorf bei den Mädchen (Hobby).

      Weiters zu erwähnen ist die Einführung eines neuen Ranglistensystems namens Ratings Central im NÖTTV, bei dem auf Basis mathematischer Wahrscheinlichkeiten für jedes durchgeführte Wettkampfspiel Plus- oder Minuspunkte vergeben werden.

      2008 gab es aber auch ein besonders Jubiläum zu feiern. Verbandsurgestein Josef Detzer durfte auf mittlerweile 50 erfolgreiche Jahre als Meisterschaftsreferent zurückblicken.

      Abschließend sei noch der Spatenstich für die Werner Schlager Academy in Schwechat erwähnt. Gemäß den Plänen von Niederösterreichs Ex-Weltmeister soll hier in den kommenden Jahren ein Weltprojekt in Sachen Tischtennis entstehen.

    • Aus sportlicher Sicht sind für 2009 die vier Silbermedaillen niederösterreichischer Sportler besonders zu erwähnen. Topstar Werner Schlager holte seine Silberne im Herren-Einzel bei den Europameisterschaften in Stuttgart (Deutschland). Im Finale musste er sich dem Dänen Michael Maze geschlagen geben. Der Stockerauer Oldboy Stanislaw Fraczyk schlug mit seinem Doppelpartner Reinhard Sorger im Herren-Doppel 50+ bei den Senioren-Europameisterschaften in Porec (Kroatien) zu. Die restlichen Medaillen bei Europameisterschaften holten die niederösterreichischen Behindertensportler. Andreas Vevera, der im Jahr 2009 auch das Goldene Ehrenzeichen der Republik Österreich verliehen bekam, konnte sich im Herren-Einzel (Klasse 1) den zweiten Platz und im Teambewerb (Klasse 2) die Bronzene sichern. Manfred Dollmann gelang im Teambewerb (Klasse 3) der Gewinn der Silbermedaille.

      Auch sonst ist die sportliche Bilanz eine recht positive. Die Nachwuchsspieler errangen bei den Österreichischen Meisterschaften insgesamt achtzehn Medaillen, wobei die beiden Goldenen in den Mannschaftsbewerben U13-männlich und U15-weiblich besonders hervorzuheben sind. Die niederösterreichischen Senioren waren mit dem Gewinn von vierzehn Medaillen bei den Östereichischen Meisterschaften ebenfalls recht erfolgreich. Im Schulsport gingen bei den Bundesmeisterschaften der Unterstufe zwei der vier möglichen Titel an die blau-gelben Vertreter - die CHS Wieselburg siegte bei den Hobbyburschen und die SHS Matzen-Raggendorf war bei den Hobbymädchen nicht zu schlagen.

      In Sachen Innovationen ist für das Jahr 2009 vor allem die Einführung eines neuen Ergebnisdienstes hervorzustreichen, als dessen Väter Dieter Baurecht, aber auch Mathias Neuwirth und Alfred Stranimaier zu nennen sind. Als weitere Neuerung sind die Spielerpässe im Scheckkarten-Format zu nennen. Auch begann man im Jahr 2009 mit gezielten und längerfristigen Marketingaktivitäten sowie der Erstellung eines elektronischen Archivs.

    • In der Allgemeinen Klasse sorgte einmal mehr Werner Schlager für die Topleistung des Jahres. Und zwar holte der Schwechater bei den Europameisterschaften in Ostrava (Tschechien) mit der Bronzenen im Herren-Einzel seine siebzehnte EM-Medaille. In der European Champions League war für die SG SVS Niederösterreich zwar schon im Viertelfinale Endstation, dafür gelang dem blau-gelben Spitzenteam zum elften Mal in Serie der Sieg in der Österreichischen Mannschaftsmeisterschaft. 2010 war auch das Jahr, indem die Werner Schlager Academy konkrete Formen annahm und dort die ersten Veranstaltungen über die Bühne gingen.

      Die Leistungen der Behindertensportler konnten sich ebenfalls sehen lassen. Andreas Vevera erkämpfte bei den Weltmeisterschaften in Gwangju (Südkorea) die Bronzemedaille im Herren-Einzel (Klasse 1) und Manfred Dollmann sicherte sich im Teambewerb (Klasse 3) den Vizeweltmeistertitel.

      Im Nachwuchsbereich sorgte Thomas Daxböck mit Bronze bei den U18-Jährigen für die einzige Einzelmedaille bei Österreichischen Meisterschaften. Weitere ÖM-Medaillen gelangen in den Mannschafts- sowie Doppelbewerben. Zum Rookie of the Year 2010 wurden Isabella Hauer und David Serdaroglu gekürt. Niederösterreichs Senioren kehrten mit elf Medaillen von ihren Österreichischen Meisterschaften nachhause.

      Große Veränderungen gab es in personeller Hinsicht. Nach dem überraschenden Rücktritt von Helfried Blutsch im September blieb der Präsidentenjob bis Ende des Jahres unbesetzt. Mit 1. Jänner 2011 übernahm dann der bisherige Finanzreferent Eduard Herzog diesen Posten. Dem Mistelbacher folgte in seiner Funktion Bernhard Chladek. Dem nicht genug schied mit Jahresende auch Alfred Stranimaier aus der Verbandsleitung aus. Als dessen Nachfolger kehrte ein Altbekannter in die Verbandsleitung zurück: Helmut Jäger. Martin Doppler war bereits Mitte des Jahres als neuer Sportdirektor-Stellvertreter in den Vorstand gewählt worden.

      Durch die Aufnahme drei neuer Vereine stieg die Zahl der Mitglieder auf 119. Weiters wurde ab dem Herbst die 2. Landesliga eingeführt. Ein Novum war die Durchführung der Landesmeisterschaften an drei aufeinanderfolgenden Tagen. Mit DONIC, GoSports und der Generali Versicherung schloss der NÖTTV Sponsoringabkommen. Auch was die IT-Systeme des Landesverbandes betrifft, lässt sich von Erfolgen berichten. So konnten im September erstmals über eine Million Zugriffe auf die Verbandswebseiten registriert werden und sowohl das Ranglistensystem (Ratings Central) als auch der Ergebnisdienst wurden von anderen Landesverbänden übernommen.

    • Sportlich tat sich 2011 einiges. Neben der offiziellen Eröffnung der Werner Schlager Academy schloss der NÖTTV mit der WSA eine Kooperatiosvereinbarung ab, welche dem Verband die Abhaltung von Trainingskursen, Kadertrainings und Fortbildungen garantierte. Es konnte somit ein weiterer Meilenstein zur Professionalisierung und sportlichen Weiterentwicklung des Verbandes geleistet werden.

      Bei den Staatsmeisterschaften gewann Stefan Fegerl vor Daniel Habesohn und Chen Weixing im Herren-Einzel. Bei den Damen ging Gold an Li Qiangbing, im Herren-Doppel durften sich die Brüder Habesohn Staatsmeister nennen, der Mixed-Bewerb ging an Fegerl/Li.

      Im Nachwuchs holten die blau-gelben U18-Spieler fünfmal Bronze. Die Österreichischen Meisterschaften der U15 waren hingegen das Highlight. Mannschaftsgold ging an das niederösterreichische Mädchenteam, die Burschen holten Bronze. Insgesamt holten die niederösterreichischen Spieler acht Medaillen. Die zweiterfolgreichste Veranstaltung waren die Österreichischen Meisterschaften U13/U11 mit sechsmal Edelmetall.

      Bei der Europameisterschaft der Körperbehinderten in Split (Kroatien) holten Stanislaw Fraczyk und Andreas Vevera den Titel, bei den Landesmeisterschaften gingen 6x Gold, 5x Silber und 4x Bronze an den NÖVSV.

      Bei den Landesmeisterschaften der Allgemeinen Klasse gewann Stefan Fegerl vor Daniel und Dominik Habesohn, sowie Adam Pattantyus den Titel. Li Qiangbing wurde Siegerin im Damen-Einzel. Der TTV Wiener Neudorf war mit 19,5 Medaillen der erfolgreichste Verein.

      In die Verbandsleitung wurde Bernhard Chladek für die Nachfolge von Eduard Herzog als Finanzreferent kooptiert. Michael Faustmann folgte Ewald Gottzy als MuBA-Obmann-Stellvertreter.

    • Bei den Staatsmeisterschaften gewann Stefan Fegerl Gold im Einzel. Auf das Konto des NÖTTV gingen fünf weitere Medaillen, darunter der Titel im Mixed-Doppel von Stefan Fegerl/Li Qiangbing.

      Die Österreichischen Meisterschaften der U21 bescherten Simon Pfeffer den Doppel-Titel, Valerie Tischler holte Bronze im Doppel. Erfolgreich verliefen auch die österreichischen Nachwuchsmeisterschaften: Jeweils Silber in den Bundesländerbewerben, sowie weitere 5,5 Medaillen lautete die erfolgreiche Bilanz in der Altersklasse U18. Zweimal Bronze mit dem Team und 2,5 weitere Medaillen gingen an die U15-Starter. Bei den U13/U11-Startern holte die blau-gelbe Auswahl zweimal Gold, einmal die U13 weiblich-Mannschaft und einmal Dzhesika Zlatilova im U13-Einzel.

      Stanislaw Fraczyk vom UTTC Stockerau holte Gold (Doppel 60+) und Silber (Einzel 60+) bei den Senioren-Weltmeisterschaften in Stockholm. Bronze bei den Senioren 75+ ging an Robert Loreth vom TTV Wiener Neudorf. Bei den Österreichischen Meisterschaften der Senioren in Rif (Salzburg) gingen gar 22 Medaillen an den NÖTTV.

      In diesem Jahr konnte ein weiterer Schritt in Richtung Professionalisierung des Verbandes gemacht werden. Die Verbandsleitung beschloss, die Stelle eines Sekretärs, welcher auf Teilzeitbasis beim Verband angestellt werden soll, auszuschreiben. Aus dem Bewerbungsprozess ging Richard Scharf als künftiger Sekretär hervor, welcher auch die ehrenamtliche Funktion des Sportdirektor-Stellvertreters übernahm.

      Bei der Mitgliederversammlung wurde Präsident Eduard Herzog mit seinem Team wiedergewählt.

    • Zwei Jahre nach der offiziellen Eröffnung fanden 2013 die Europameisterschaften in der Werner Schlager Academy statt. Zahlreiche haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter sorgten für eine ausgezeichnete Werbung für den heimischen Tischtennissport. Sportlich sicherte sich Daniel Habesohn mit seinem Doppelpartner Robert Gardos bei den Herren Silber.

      Bei den Staatsmeisterschaften holten Daniel und Dominik Habesohn sowie Stefan Fegerl die ersten drei Plätze bei den Herren. Daniel Habesohn holte außerdem mit Robert Gardos Gold im Doppel. Insgesamt gingen 5,5 Medaillen an die blau-gelbe Auswahl.

      Bei den Österreichischen Meisterschaften U13/U11 sicherten sich Chen Sofia Lu und Fabian Fritz souverän Gold im U11-Mannschaftsbewerb. 3,5 weitere Bronzemedaillen komplettierten ein zufriedenstellendes Abschneiden. Noch erfolgreicher waren die Österreichischen Meisterschaften der U18 mit 6,5 Medaillen. Auch die U21-Spieler waren mit fünfmal Edelmetall sehr erfolgreich.

      Bei den Landesmeisterschaften kürte sich Stanislaw Fraczyk in der Allgemeinen Klasse zum ältesten Titelträger der Geschichte. Der SVS Niederösterreich war mit 25,5 Medaillen der erfolgreichste Verein.

      Bei den Österreichischen Versehrtenmeisterschaften konnte das niederösterreichische Team 16 Medaillen holen, Andreas Vevera erreichte die Spitze der Weltrangliste in der Behinderungsklasse 1.

      Mathias Neuwirth, einer der engagiertesten Mitarbeiter der Verbandsleitung - er schenkte dem Verband unzählige Arbeitsstunden - erklärte 2013 seinen Rücktritt als Sportdirektor und Vizepräsident. Der Grund hierfür war aber keinesfalls ein negativer. Er wurde neuer ÖTTV-Nachwuchsreferent und hielt die Ausübung beider Ämter für unvereinbar.

      Bernhard Chladek legte aus zeitlichen Gründen seine Funktion als Finanzreferent und Vizepräsident zurück, ihm folgte Erika Strobl als Finanzreferentin. Conrad Miller übernahm die Funktion des Schriftführer-Stellvertreters von Bernhard Löwenstein und ist mit 20 Jahren das nun jüngste Verbandsleitungsmitglied.

    • Die Sektion Tischtennis der Sportunion Oberndorf feierte 2014 ihr 40-jähriges Bestehen. Bei einer beeindruckenden Feier gab es unter anderem eine Tischtennisshow von Jindrich Pansky (2-facher Vizeweltmeister) und Milan Orlowski (3-facher Europameister) zu bewundern.

      Die niederösterreichischen Nachwuchssportler werden immer erfolgreicher. Unglaubliche 5,5 Goldmedaillen konnten bei den Österreichischen Meisterschaften U13/U11 erreicht werden. 2,5 weitere Edelmetallränge komplettierten die sportlich einwandfreie Reise nach Wolfsberg. Bei den Unter-15-jährigen konnten sieben Medaillen erreicht werden, Dzhesika Zlatilova vom SVS Niederösterreich war an den drei erreichten Goldmedaillen beteiligt. Sechsmal Edelmetall war die Ausbeute der U18, fünf Top 3-Plätze holte die U21-Delegation.

      Bei den Österreichischen Rollstuhlmeisterschaften in Stockerau holten die niederösterreichischen Athleten 17 Medaillen.

      Im März 2014 wurde die Verbandleitung von der Mitgliederversammlung bestätigt. Dieter Baurecht, ein langjähriger, verdienter und überaus engagierter Mitarbeiter des NÖTTV, erklärte jedoch aus zeitlichen Gründen im Oktober seinen Rücktritt. Ihm folgte Conrad Miller als Schriftführer und Vizepräsident, welcher erklärte, seine Tätigkeit vor allem auf seinen Innovationsausschuss-Vorsitz zu fokussieren. Als Schriftführer-Stellvertreter wurde Martin Mayerhofer kooptiert, welcher nun - mit 19 Jahren - das jüngste Verbandsleitungsmitglied war.

    • Das Österreichische Herren-Nationalteam - unter anderem mit den zwei Niederösterreichern Stefan Fegerl und Daniel Habesohn - holte nach einem 4 1/2-stündigen Finalkrimi gegen Deutschland Europameisterschafts-Gold im Mannschaftsbewerb.

      Stefan Fegerl kürte sich außerdem in beeindruckender Manier mit seinem portugiesischen Partner Joao Monteiro zum Europameister im Herren-Doppel. Das Finale gewann das Duo in einem hochdramatischen Duell gegen Robert Gardos und Daniel Habesohn.

      Der TTC Großdietmanns, Heimatclub des frischgebackenen zweifachen Europameisters, bescherte Stefan Fegerl einen tollen Empfang. Präsident Kons. Johann Friedinger und Generalsekretär Mag. Rudolf Sporrer waren als Vertreter des ÖTTV anwesend, Andreas Weidenauer überreichte als Vertreter der NÖTTV-Verbandsleitung das goldene Leistungsabzeichen des Verbandes. Im Rahmen des Festaktes kam es zu einem Showmatch zwischen Stefan Fegerl und Werner Schlager.

      Der zweifache Europameister erreichte in diesem Jahr auch Platz zwei bei der Wahl zum Niederösterreichischen Sportler des Jahres.

      Höchst erfolgreich waren die Österreichischen Meisterschaften der U13/U11 in Dornbirn. Niederösterreichs Vertreter holten unglaubliche 14 Medaillen. Bei den Österreichischen Meisterschaften der U18 gelangen immerhin sechs. 9,5 weitere Edelmetall-Ränge bescherten den blau-gelben Nachwuchshoffnungen die unglaubliche Summe von 29,5 Top 3-Platzierungen.

      Bei den Landesmeisterschaften in Ybbs sicherte sich der U15-Spieler Maciej Kolodziejczyk den Titel im Herren-Einzel. Sein Club, der TTV Wiener Neudorf, war mit 29 Medaillen der erfolgreichste Verein der Titelkämpfe.

      Doris Mader holte bei den Europameisterschaften der Versehrten in Vejle Bronze.

      Erstmals wurde heuer auch ein Verbandsausflug unternommen. Der NÖTTV-Innovationsausschuss organisierte eine Fahrt zum Champions League-Halbfinal-Hinspiel zwischen Weinviertel Niederösterreich und Orenburg, welches leider mit einer Niederlage für den niederösterreichischen Vertreter endete.

      Ein neues Cup-System wurde in der Saison 2015/16 eingeführt. Vereine konnten für zwei Bewerbe, welche sich über die gesamte Saison erstrecken, Mannschaften nennen. Der Cup wird im k.o.-Modus mit einer Trostrunde gespielt, wodurch jedes Team mindestens zwei Spiele zu absolvieren hat. Auf Anhieb nannten 37 Mannschaften im Challenge Cup und 34 im Championship Cup.

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